Demotrainings im April

Gemeinsam mit dem SAY IT LOUD e.V. bietet Leipzig nimmt Platz im April wieder kostenlose Demotrainings in Leipzig an.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Termine:

▪️ 15.04.23 | 14 Uhr | Erich-Zeigner-Haus (Zschochersche Str. 21)
▪️ 16.04.23 | 18 Uhr | Werk2 (Kochstraße 132)
▪️ 21.04.23 | 20 Uhr | Werk2 (Kochstraße 132)
▪️ 23.04.23 | 14 Uhr | Grünes Quartier (Heinrichstraße 9)

Inhalt:

In diesem Workshop zum Thema Demotraining und Versammlungsrecht lernen Teilnehmer*innen, wie sie sich bei Demonstrationen aktiv und sicher für ihre Anliegen einsetzen können. Dabei werden rechtliche Grundlagen und Verhaltensweisen auf Versammlungen sowie gängige Konzepte vorgestellt. Anschließend werden Mittel des zivilen Ungehorsams geübt und Techniken zur Verletzungsvermeidung erlernt. Zum Schluss reflektieren wir die Erfahrungen, um die Wirkung besser zu verstehen und gezielt einsetzen zu können.

Für den 6-Stunden Arbeitstag

Für den 6-Stunden-Tag!

Wir glauben, dass eine bessere Welt für uns alle möglich ist!

Am 30. April wollen wir für die Verbesserung unseres eigenen Lebens auf die Straße gehen. Wir wollen keine Symbolpolitik und auch keinen Wahlkampf betreiben. Wir haben durch die Inflation immer weniger Geld, müssen immer länger arbeiten und sehen, wie Konzerne gleichzeitig Milliardengewinne machen.

Wir haben keine Lust, unser gesamtes Leben nur zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Wir denken, dass eine andere Form des Arbeitens und Lebens möglich ist. Eine, in der zumindest Gewinne ausgeschüttet und Betriebe selbst verwaltet werden. Wir wollen selbst über unsere Arbeitszeit entscheiden.

Wir fordern aber nicht nur den 6-Stunden-Arbeitstag, sondern auch eine Arbeitsentlastung für alle. Menschen mit Kindern oder Personen, die andere pflegen oder emotional unterstützen haben oftmals viel längere, meist unbezahlte Arbeitszeiten. Wir brauchen deswegen auch einen besseren Ausbau der Kinderbetreuung und eine gerechtere Verteilung von Pflegearbeit.

Lasst uns daher am 30. April für den 6-Stunden-Tag auf die Straße gehen!

Quelle: Offene Anarchistische Vernetzung – Instagram (https://www.instagram.com/p/Cq2MlIjsbkS/)

Nazis Wegbassen – Vol. 2

-> Montag, 17.04.
🕠 17:30 Uhr
📍 Herderpark

Leipzigs Clubkultur ist alles, was die Nazis nicht sind und was sie hassen: wir sind progressiv, queer, feministisch, antirassistisch, inklusiv, bunt und haben Einhörner.

Auf unseren Dancefloors vergesellschaften sich Menschen mit unterschiedlichsten Herkünften, vielfältigsten Begehren, ungewöhnlichen Identitäten und gutem Geschmack. Demgegenüber verkörpern AfD, Freie Sachsen und Montagsschwurbelmelange und Co. ein repressives, heteronormatives, antifeministisches und rassistisches Bild von Gesellschaft.

Ihr Ziel ist die völkische Formierung, die Neukonstituierung nationalistisch-homogener Staaten und die Stigmatisierung von allen, die nicht dazugehören sollen. Das Treiben der Montagsspaziergänger:innen, die behaupten es ginge ihnen um Frieden, schließt sich da nahtlos an.

Nicht selten kommen sexistische und antisemitische Beleidigungen aus der Richtung derer, die behaupten für Frieden zu sein und dabei einem autoritären Nationalismus nach russischer Prägung das Wort reden. Die vielfach jüngeren Gegendemonstrant:innen, die aus einem starren Geschlechter- und Rollenkorsett ausbrechen und damit auch den Freiraum, den die Clubkultur geschaffen hat, auf die Straße tragen, erscheint ihnen als verachtenswerte Zumutung.

Geduldet werden bei den Montagsläufer:innen nur diejenigen, die mit dem aggressiven Nationalchauvinismus kein Problem haben. In ihren Reihen laufen organisierte und zum Teil militante Neonazis sowie Reichsbürger. Struktureller Antisemitismus ist der verbindende Code all jener, die meinen erwacht zu sein.

Die Auflösung fester geschlechtlicher Identitäten, die zuallererst in den Freiräumen von Clubs möglich wurde, ist die Gegenvorstellung der Ewiggestrigen und Ausdruck des nach wie vor auch in der Mehrheitsgesellschaft auftretenden Patriarchats, das es auf dem Weg zu einer wirklichen freien Gesellschaft zu überwinden gilt.

Eine tatsächliche emanzipatorische Freiheit von überkommenen Werten, von einengenden Rollen- und Geschlechterbildern in einer Gesellschaft, wo Herkunft keine Rolle mehr spielt, ist der notwendige Gegner des sich auf der Straße formierenden Faschismus.

Die Wiederkehr des europäischen Nationalismus bis hin zum offenen Faschismus, die Versuche Kultur einzuschränken und das Patriarchat mit seinem heteronormativen Rollenbild zu konservieren, ist nicht tanzbar. Und Clubs, die wie Katalysatoren einer gesellschaftlichen Entwicklung sind, die zuerst den Raum geschaffen haben, heteronormative Kackscheiße zu überwinden, bleiben essentiell.

Unsere Party soll ihren Aufmarsch crashen. Wir laden die Leipziger Club- und Feierszene zu Afterhour ein – den Aufmarsch der rechten Wahnmacher wegbassen.